Lerntherapie ist keine Nachhilfe im konventionellen Sinne, die lediglich darauf zielt, den Wissensstoff in einem Unterrichtsfach nachzuholen. Es ist auch keine Psychotherapie, die losgelöst vom schulischen Lernprozess arbeitet. Vielmehr setzt Lerntherapie ganzheitlich an, am Leistungsniveau des Kindes, mit dem Ziel das Selbstwertgefühl und die individuellen Stärken und Lernmotivation jedes Kindes zu fördern. Neben der Arbeit am Symptom (wie beispielsweise einer LRS oder Dyskalkulie) wird ein ganzheitlicher Blick auf den Bereich der Wahrnehmung und der allgemeinen Lernsituation gerichtet. Dabei werden nicht nur Lerndefizite spielerisch in kleinen Schritten aufgearbeitet, auch Lernstrategien werden entwickelt. Die Lerntherapie setzt genau an dem Leistungsstand des Kindes an.
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Spätestens mit der Einschulung fallen Lernprobleme auf. Kinder mit Lese- und Rechtschreibproblemen oder Rechenschwierigkeiten können aufgrund des schulischen Misserfolges in eine emotionale Negativspirale geraten. Der Fokus wird auf die Fehler und Schwierigkeiten gelegt, die Kinder trauen sich nichts mehr zu und können eine negative Erwartungshaltung entwickeln. Mit Unterstützung der Lerntherapie kann zu jedem Zeitpunkt interveniert werden und sollte so frühzeitig wie möglich begonnen werden.
Die Dauer einer Lerntherapie variiert individuell, ist jedoch langfristig über mehrere Monate angelegt und findet einmal wöchentlich für 60 Minuten statt.
jj
Die Kosten der Lerntherapie ist keine Krankenkassenleistung und in der Regel privat zu zahlen.
Halter